Die Nöte eines Vorstandes

Die Nöte eines Vorstandes


Kommt er zu spät zur Versammlung, ist er ein schlechtes Vorbild;
kommt er zu früh, ist er blöd.

Ist er zu den Mitgliedern freundlich, will er sich anbiedern;
ist er zurückhaltend, gilt er als hochnäsig.

Kümmert er sich um die Aufgaben seiner Kollegen, schnüffelt er;
tut er es nicht, hat er keine Ahnung.

Geht er oft zum Vorsitzenden, ist er ein Radfahrer;
geht er selten, glaubt man, er traut sich nicht.

Hält der Vorsitzende oft Sitzungen ab, kann er nichts allein;
macht er es nicht, ist er ein >>Mann einsamer Entschlüsse<<.

Sagt er, was er alles macht, makiert er den Überbeschäftigten;
hält er den Mund, gilt er als fauler Sack.

Trifft er schnelle Entscheidungen, ist er oberflächlich;
lässt er sich Zeit, mangelt es ihm an Entschlusskraft.

Hat er Erfolg, dann war es nur Glück;
geht was daneben, dann haben alle gewusst, dass es so kommen musste.

Ist er sehr genau, gilt er als pingelig;
ist er es nicht, ist er nachlässig.

Hat er neue Ideen, ist er ein Phantast;
bleibt er beim alten, ist er rückständig.

Deligiert er viel, spielt er den Boss;
deligiert er nichts, spielt er den Unersetzlichen.

Wie würden sie es machen?

 
 

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( Spellmannszoch DE KÖLSCHE PIEFE e.V. 1.2 )